Inhaltsstoffe der Hanfpflanze

Hanfsamen und Hanföl

Sowohl reifer Hanfsamen als auch Hanfsamenmehl sowie Hanföl sind nützliche Quellen für Öle und Fettsäuren, Proteine und Aminosäuren sowie Fasern bzw. Ballaststoffe. Hanfsamen ist seit Jahrtausenden eine wichtige Nahrungsquelle in vielen Kulturen. Hanfsamen enthalten typischerweise über 30% Öl und etwa 25% Protein, mit beträchtlichen Mengen an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien.

Hanföl enthält über 80% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ist eine außergewöhnlich reiche Quelle für die beiden essentiellen Fettsäuren Linolsäure (18:2 Omega-6) und Alpha-Linolensäure (18:3 Omega-3). Das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 im Hanföl liegt normalerweise bei ca. 1:3, was als optimal für die menschliche Gesundheit angesehen wird. Darüber hinaus sind die beiden essenziellen Fettsäuren, Gamma-Linolensäure (18:3 Omega-6) und Stearidonsäure (18:4 Omega-3), ebenfalls im Hanföl vorhanden.

Die beiden Hauptproteine in Hanfsamen sind Edestin und Albumin. Diese beiden hochwertigen Speicherproteine sind leicht verdaulich und enthalten ernährungsphysiologisch signifikante Mengen aller essentiellen Aminosäuren.

 

Hanfblätter und Hanfblüten

Die Blätter und Blüten der Hanfpflanze können eine Vielzahl von Cannabinoiden enthalten, darunter THC (Tetrahydrocannabinol), CBD (Cannabidiol), CBG (Cannabigerol), CBC (Cannabichromen), CBN (Cannabinol) sowie deren Säuren. Cannabinoide werden in höheren Dosen zum Teil zu medizinischen Zwecken eingesetzt. In geringen Dosen können einige von ihnen nach vielfältigen Berichten die Lebensqualität der Konsumenten verbessern, darunter vor allem CBD.

Darüber hinaus wurden in Cannabispflanzen mehr als 100 Terpene (ätherische Öle), wie etwa Limonen, Pinen, Myrcen und Beta-Caryophylen, die für den Geruch der Pflanzen verantwortlich sind, entdeckt. Sie werden nicht nur als Geruchs- und Geschmacksstoffe eingesetzt, sondern besitzen zum Teil auch einige pharmakologisch interessante Wirkungen. So enthält sie beispielsweise Limonen, das sich auch in Zitrusfrüchten findet und erheblich für deren Geruch sowie leichte stimmungsaufhellende Wirkungen verantwortlich ist.

Zu den mehr als 20 Flavonoiden der Hanfpflanze zählen Apigenin, Luteolin, Quercitin und Kaempferol. Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidative und andere gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen können. Sekundäre Pflanzenstoffe sind zwar keine Vitamine, eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung wird dennoch von Ernährungswissenschaftlern empfohlen.